Sonntag, 6. Mai 2012

... und es geht noch schlimmer!

Nach der ersten Enttäuschung auf dem Gebiet als Hobby-Tontechniker und den persönlichen Niederlagen, die damit verbunden waren, habe ich mich natürlich erst mal aus dem Gebiet zurückgezogen und mir halt gedacht, das es keinen Bedarf für Leute wie mich gibt, denn entweder macht man das ganz oder eben gar nicht. Da ich meinen Job nicht würde aufgeben wollen, bliebe für mich nur die letzte Variante und ich entschied mich, die Arbeit denen zu überlassen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen dürfen.

Aber es dauerte nicht lange, bis mir die Decke in Bezug auf Musik auf den Kopf fiel und ich mich nicht mehr damit begnügen wollte, jede Menge CDs zu kaufen und zu hören, sondern ich wieder, in welcher Art auch immer, aktiv werden wollte. Bedingt durch die vorherigen schlechten Erfahrungen versuchte ich diesmal meine Dienste Unbekannten an zu bieten und inserierte so auf einigen neutralen und einigen Musikplattformen.

 Das Echo der ersten Zeit wunderte mich doch deutlich, meldeten sich doch immerhin zwei Bands, die Interesse an einer Zusammenarbeit zeigten. Allerdings folgte die Ernüchterung recht schnell, als der Kontakt zu einer der Bands, die noch dazu aus einem Genre stammte, das eher am Rand meines Musikspektrums angesiedelt war, nach vier bis fünf wechselnden Mails einfach beendet wurde und ich erst auf Nachfragen erfuhr, das man sich entschieden habe, doch ohne Techniker aus zu kommen.

Auch hier zeigte sich wieder, was meine Motivation wieder in den Keller trieb, das ein Musiker mit etwas technischen Verständnis durchaus in der Lage ist, eine solche Position auszufüllen. Aber das sollte nicht die einzige Enttäuschung dieser Phase bleiben, denn obwohl ich dann eine weitere Anfrage in meinem Mails hatte, mit einer Band zusammen zu arbeiten, so erledigte sich auch dieses Abenteuer wieder sehr schnell. Nach nur einigen, extrem wenig aussagekräftigen, Auftritten wurde auch diese Zusammenarbeit durch die Band beendet.

Und obwohl ich mir das nicht mehr vorstellen konnte, war es diesmal sogar noch niveauloser, denn das einzige, was ich von den Musikern bekam, war eine E-Mail. Aber wie immer lief es auf dasselbe hinaus, nämlich, das ein Techniker vollkommen überflüssig ist, weil ein Musiker das auch mitmachen kann. Besonders nervte mich, das ich mich wieder persönlich sehr eingebracht hatte und den Musikern vertraut hatte, das sie es ernst meinen würden. Na ja, wenigstens hatte es diesmal nicht gereicht, sowas wie Freundschaft aufzubauen, aber trotzdem hätte ich mich auf die geplanten Aufnahmen echt gefreut. Aber im Nachhinein war es ja nicht anders zu erwarten, wenn ich ehrlich zu mir gewesen wäre.

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