Freitag, 4. Mai 2012

Die Zeit im dunkeln ...

Die erste Zeit, nachdem ich vom Musik Konsumenten versuchte weg zu kommen, war lehrreich in vielerlei Hinsicht.

Positiv wie negativ.

Ich arbeitete mich in die Technik von Tonerzeugung (Gitarren/Bässe, Amps und Boxen, Gesang, Schlagzeug und Mikrofone) ein, um einem damaligen Freund einen Gefallen zu tun. Nun gut, ich hatte auch noch persönliche Interessen, die den gesamten Rest meines Lebens beeinflussen sollten, die aber nicht direkt hier her gehören.
Auf jeden Fall hatte ich mich mit den Musikern regelmäßig im Probenraum getroffen, um die Musik und den Sound in mich aufzunehmen. Im Laufe der zeit optimierten wir ein wenig daran herum, was Aufnahme, Lautstärke im Probenraum und Monitoring anging, aber schon bei der Anschaffung des zentralen Elements, einem Audiointerface, kam es zu den ersten Konflikten mit den Mitgliedern der Band.

Damals hatte ich schon überlegt, ob ich nicht die ganze Sache als schlechte Idee abhaken und beenden sollte, aber ich beging den fatalen Fehler, die Probleme immer bei mir zu suchen und so blieb ich und schluckte immer wieder meine Ideen und Wut herunter, wenn mal wieder was falsch war. Außerdem machte mir die Sache zu viel Spaß, als das ich einfach aufgeben wollte. Als letzten Punkt ging ich davon aus, das ich in keiner anderen Gruppe/Band überhaupt eine Chance bekommen würde.

Wer würde im Amateur Bereich schon jemanden brauchen, der sich um den Sound kümmerte, so etwas kann ja ein Musiker problemlos nebenbei mitmachen, wie es ja auch bei den meisten Bands ganz gut klappt. Somit war klar, das ich entweder dabei bleiben würde, oder aber mir ein neues Hobby würde suchen müssen.

Über fast zwei Jahre lief alles mehr oder weniger glatt, mal abgesehen von immer wieder auftauchenden Problemen, natürlich verursacht durch mich, aber am Ende war das wohl doch zu viel und die Tatsache, das ich schließlich gegenüber Außensehenden meine Meinung sagte führte dann zum Bruch. Wobei ich damals schon damit gerechnet hatte, das es nur noch eine Frage der Zeit war, bis das passieren würde, aber die Art und Weise mich dann doch etwas überrascht hatte, denn per Telefonanruf, während der Arbeitszeit eine solche Zusammenarbeit zu beenden ist schon mehr als peinlich, selbst für das Niveau der meisten Musiker, die ich kennen gelernt habe.

Nun ja, da ich keine Lust mehr hatte, mich in ewigen Diskussionen zu verstricken, an deren Ende ich doch nur wieder Schuld sein würde, habe ich mich entschieden, die Sache so hinzunehmen, wie sie war und eben zu registrieren, das ich mal wieder mehrere Jahre meiner Freizeit weggeworfen hatte. Besonders hart traf mich dabei, das ein Mitglied der Band, den ich für einen guten Freund gehalten hatte, bis heute (und das sind jetzt immerhin 12 Monate her) nicht persönlich bei mir gemeldet hat, um seinen Stand in der Sache zu erklären.
Sicher, ich habe ihn auch nicht kontaktiert, aber diese Entscheidung habe ich für mich getroffen, weil ich merkte, wie viel mir das alles fehlte.

Soweit dieser erste, recht erfolglose Versuch, den Musikkonsumenten hinter mir zu lassen und aktiv zu werden, aber dabei sollte es nicht bleiben, aber davon schreibe ich später.

Grüße
Grim

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